Museen, Essen und die Nordseite
Museen
Sollten das Rijksmuseum, Van Gogh Museum oder Stedelijk ausgebucht sein – was oft vorkommt – lohnt sich ein Besuch kleinerer Museen, die meist weniger überlaufen und leichter zugänglich sind.
- Museum Willet-Holthuysen ist ein Grachtenhaus an der Herengracht. Es zeigt erhaltene Interieurs aus dem 19. Jahrhundert: Empfangszimmer, Speiseräume und einen formalen Garten im Hinterhof.
- Het Scheepvaartmuseum Amsterdam widmet sich der maritimen Geschichte der Stadt. Die Sammlung umfasst Karten, Navigationsinstrumente und Schiffsmodelle. Draußen liegt eine begehbare Nachbildung eines VOC-Schiffes vor Anker. Ahoi, Kapitän! Kinder lieben es!
- Huis Bartolotti ist ein Grachtenhaus aus dem 17. Jahrhundert an der Herengracht, erhalten mit originalen Interieurs: eine große Treppe, reich verzierte Empfangszimmer und viele Details, die zeigen, wie Kaufmannsfamilien Gäste empfingen und den Wohnraum organisierten. Es wird als Museumshaus gepflegt und gibt einen direkten Einblick in die Wohnarchitektur der Grachtenzeit.
- NEMO Science Museum ist ein Mitmach-Museum für Wissenschaft in einem markanten grünen Gebäude über dem IJ-Tunneleingang. Drinnen gibt es interaktive Ausstellungen zu Physik, Energie, Chemie und Technik – alles zum Anfassen, Ausprobieren und Erkunden statt nur zum Anschauen. Kinder lieben es! Die Dachterrasse ist frei zugänglich und bietet einen der weitesten Panoramablicke über Amsterdam, den Hafen und das Ufer.
Essen (praktisch)
Eine echte „Amsterdamer Küche“ gibt es nicht. Die Esskultur ist gemischt und international.
Ein hilfreiches Tool für die Restaurantsuche ist TheFork, wo man gezielt nach Gegend, Preis und Verfügbarkeit suchen kann.
Ein wichtiger Teil ist indonesisches Essen. Es ist in der ganzen Stadt verbreitet und spiegelt die historische Verbindung zwischen den Niederlanden und Indonesien wider. Gerichte wie Rijsttafel sind in Alltagsrestaurants ganz selbstverständlich, nicht nur in Spezialitätenlokalen.
Der Norden: NDSM und die Fähre
Hinter dem Hauptbahnhof fahren kostenlose Fähren über das IJ in Richtung NDSM-Werft. Die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten und wird täglich von Pendlern und Besuchern genutzt.
NDSM war ursprünglich eine Werft. Große Industriehallen und offene Docks sind noch erhalten. Heute wird das Gelände für Ateliers, Veranstaltungen, Cafés und temporäre Projekte genutzt – der industrielle Charakter bleibt dabei spürbar erhalten.